Adipositas
Die Adipositas ist durch übermäßige Vermehrung des Fettgewebes im Körper gekennzeichnet. Der Fachbegriff leitet sich von dem lateinischen Wort „adeps“ für Fett ab.
Erwachsene Personen gelten als adipös, wenn ihr Body-Mass-Index (BMI) bei 30 oder höher liegt. Unterschieden werden mehrere Schweregrade.
Bei Kindern und Jugendlichen erfolgt die Einstufung, indem ihr BMI zusätzlich mit alters- und geschlechtsspezifischen Wachstumskurven verglichen wird. Ist der Wert höher als bei 97 Prozent der gleichaltrigen Mädchen bzw. Jungen, liegt eine Adipositas vor.
Die Adipositas wird inzwischen von vielen Fachleuten als Erkrankung angesehen, unter anderem von der Deutschen Adipositas Gesellschaft. Sie ist keine Essstörung. Allerdings entwickeln insbesondere von Binge-Eating Betroffene infolge häufiger Essattacken mit übermäßiger Nahrungsaufnahme manchmal starkes Übergewicht. Meist hat es aber andere Ursachen. Dazu zählen etwa Bewegungsmangel, Fehlernährung, zu wenig Schlaf, Stress oder seelische Erkrankungen. Auch manche Medikamente oder erbliche Veranlagung können eine Rolle spielen.
Für eine erste Einschätzung des Körpergewichts kann der BMI-Rechner für Erwachsene bzw. der BMI-Rechner für Kinder und Jugendliche herangezogen werden. Spricht das Ergebnis für das Vorliegen einer Adipositas, sollte die Beurteilung durch eine Ärztin oder einen Arzt erfolgen. Denn übermäßig vermehrtes Fettgewebe ist ein ernstzunehmendes Gesundheitsrisiko. Durch gewichtsregulierende Maßnahmen lässt sich unter anderem der Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder von Diabetes entgegenwirken.
